Neuausgabe 2019
Schumann, Clara | Hofmann, Renate, ed|Schmidt, Harry, ed|Blumen spielten im Leben der Menschen des 19. Jahrhunderts eine große Rolle|sie zu pflücken, zum Kranz zu binden, als Freundschafts- und Liebesgruß zu|verschenken, sie als Zimmer- und Kleiderschmuck zu nutzen, gehörte zu den|Formen allgemeiner Geselligkeit. In diesem Kontext sind auch die|Blumentagebücher von Clara Schumann zu sehen: Das erste der Reihe wurde 1854|angelegt, dem Jahr von Robert Schumanns Einlieferung in die Heilanstalt|Endenich, und es war dazu bestimmt, den zunächst persönlich unerreichbaren|Kranken Anteil an ihrem äußeren und inneren Leben nehmen zu lassen. Das|letzte Blumenbuch begann die inzwischen fast 40-jährige Clara Schumann im|Dezember 1857, knapp anderthalb Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes. Es|spiegeln sich darin die Reisestationen der nunmehr wieder verstärkt|konzertierenden Pianistin (Mitteleuropa und England) ebenso wider wie die|Beziehungen zu ihr nahestehenden Menschen, insbesondere zum jungen Johannes|Brahms, der ihr das Büchlein extra zum Zweck des Sammelns und Notierens|geschenkt hatte. Die faksimilierten Tagebuchseiten des in der|Staatsbibliothek Berlin aufbewahrten Exemplars werden in unserer Ausgabe|durch biographische und botanische Anmerkungen ergänzt.VL-Breitkopf & Härtel