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Bach, Johann Sebastian | Gebauer, Johannes, ed|Autograph Facimile with all lost Sections|Das wohltemperirte Clavier|Vom ersten Buch des Wohltemperierten Klaviers BWV 846-869 existieren zwei|Autographen, die hier zum ersten Mal in der Musikgeschichte gemeinsam|veröffentlicht werden. Das erste Autograph, geschrieben von J.S. Bach allein,|wird gemeinhin als von1720 bis 1739 datiert. Von dieser Version sind einige|Seiten, Fuge Nr. 13 und Präludium Nr.14, verschollen. Diese wurden in der|vorliegenden Version im modernen Notensatz eingefügt, basierend auf den|besten verfügbaren Quellen.|Das zweite Autograph wird generell auf die Jahre 1740 bis 1759 datiert, wobei|manche Quellen es auch von ca. 1733 bis 1773 datieren. Diese Version -|musikwissenschaftlich als »Müllersches Autograph« bezeichnet - wurde|zumindest eine Dekade vor Bachs Tod begonnen, aber erst eine Dekade oder auch|später nach Bachs Ableben fertiggestellt. Die Schreiber sind Carl Heinrich|Ernst Müller, Anna Magdalena Bach (Bachs zweite Ehefrau), Johann Friedrich|Agricola, Wilhelm Friedemann Bach, J.S. Bach und ein anonymer oder|unbekannter Schreiber, wobei es sich bei Müller und Agricola um zwei von|Bachs Studenten handelt.|Da die Schreiber - über J.S. Bach selbst - enge Verwandte oder Bachs|Studenten waren, muss die zweite Version als ebenso gesichert gelten.|Die Schreiber benutzten verschiedene Papiere und Tinten, durch die die|unterschiedlichen Farbwerte der einzelnen Blätter erklärt sind, die vielen|Flecken mit diffusen Rändern sind durch durchscheinende Tinte der jeweils|anderen Seite eines Blattes verursacht. Die Eisengallustinte, von der wir|wissen, dass Bach sie benutzte und die bis ins frühe 20. Jahrhundert|verbreitet war,|enthält Säurebestandteile, die»Tintenfraß« hervorrufen können, Papierteile|können sich ablösen, wodurch Löcher im Originalblatt entstehen können, über|gewisse Unlesbarkeiten hinweg, die durch Tintenfraß verursacht sind.|Diese Beschädigungen erweisen sich oft als höchst problematisch, wenn man die|Originale restaurieren will oder Abbildungen derselben retuschiert.|Ergänzungen von unleserlichen oder fehlenden Textelementen können zu heftigen|Diskussionen führen. Aber da die beiden Autographen von Buch I, die hier|gemeinsam abgebildet werden, Unzulänglichkeiten an verschiedenen Orten|aufweisen, können Unstimmigkeiten nunmehr durch einen Vergleich der Versionen|leichter Hand geklärt werden.|Die Herausgeber haben sich bemüht, Stempelabdrücke, Bleistiftkritzeleien und|ähnliche »Graffiti der Jahrhunderte«, mit denen sich respektlose Individuen|mit Zugang zu den Originalen zu verewigen suchten, weitgehendst|auszuretuschieren.VL-E.R.P. Musikverlag