neuronalen Netzwerk, Neuausgabe 2014
Spitzer, Manfred | ersetzt 9783794524273|Warum machen Menschen Musik? Was ist überhaupt Musik? Wie wirkt Musik auf|uns? Was geschieht im Gehirn, wenn wir Musik hören, machen oder verstehen?|Was ist Begabung? Wie muss ein Konzertsaal aussehen? Warum versteht man|Opernsängerinnen so schlecht? Warum gibt es Liebes- und Wiegenlieder? Was ist|Musiktherapie? Warum singen Männer in der Badewanne? Manfred Spitzer sucht|die Antworten auf solche Fragen dort, wo Musik 'eigentlich' stattfindet: im|Kopf, d.h. im neuronalen Netzwerk unseres Gehirns. Die Erforschung dieses|Organs, das für Wahrnehmen, Erleben, Handeln und Verstehen zuständig ist, hat|in den vergangenen zehn Jahren einen beispiellosen Aufschwung genommen. Was|für die Musik daraus folgt, ist Thema dieses Buchs: Sie selber ist ein|Konzert aus der Physik der schwingenden Körper und der Physiologie unseres|Organismus. Wer die zugrunde liegenden Mechanismen kennt, wird nicht weniger|staunen, sondern mehr, wird Musik nicht weniger schätzen, sondern noch mehr|bewundern, wird bewusster hinhören und besser musizieren. - Rezension in|Leonardo - Wissenschaft und mehr Sendung vom 12.04.2002: Manfred Spitzer|widmet sich in seinem neuen Buch fast allen Aspekten von Musik. Doch neben|den psychologischen, kulturellen und anthropologischen Gesichtspunkten steht|die Frage im Mittelpunkt: Wie kommt Musik in die Köpfe der Menschen? Um die|komplexen Vorgänge der Musikverarbeitung verständlich zu machen, erklärt|Spitzer sämtliche physikalischen und physiologischen Grundlagen der Musik.|Was bedeuten Schall, Geräusche, Töne und Schwingungen? Und wie entsteht im|Gehirn aus Schall Information? Aufregend wird es, wenn Spitzer seine|Grundthese vorstellt: Die Physik des Schalls und die Physiologie des Hörens|bestimmen die Musik in weit größerem Maß als man bisher gedacht hat. 'Musik|ist kulturgewordene Natur. Wie und was wir hören, ist in hohem Maß abhängig|von den Eigenschaften unserer akustischen Verarbeitung. Aus diesen|Bedingungen folgt letztlich, wie viele Töne unsere Tonleiter hat und welche|Intervalle schön klingen. Musik im Kopf betont einerseits die enorme|Bedeutung des neuronalen Netzwerkes beim Entstehen und Erleben von Musik und|beschreibt gleichzeitig, warum Musik mehr ist als reine Gehirntätigkeit. Dem|bekennenden Hobbymusiker gelingt es, in seinem 450-Seiten-Buch, die|Qualitäten des Entertainers mit denen des exakten Naturwissenschaftlers zu|verbinden - eine nur selten glückende Kombination. Allerdings wird dem Laien|in den Kapiteln zum Schall und zur Neurophysiologie des Hörens einiges|abverlangt. Die Lektüre von Musik im Kopf weitet das Bewusstsein für das|Phänomen Musik und macht gleichzeitig Spaß. Spitzer zeigt, dass die|Entschlüsselung neuronaler Aktivitätsmuster und die sinnliche Hingabe an die|Magie der Musik sich nicht ausschließen.VL-Klett-Cotta